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Freitag, 4. Mai 2018

USA's Duschwasserhähne

Nach einigen Reisen in die USA muss ich mal eine Frage stellen:
Was soll das mit den Duschköpfen, liebe USA?

Für alle, die noch nicht da waren:
In den USA gibt es anstatt einer Mischbatterie, in der man (idealerweise) stufenlos Temperatur und Volumen des Wasserflusses regulieren kann, nur die Optionen "auf" oder "zu" und Temperaturregelung: man dreht den Hahn auf, es kommt volle Pulle heraus, und man wird von "cold" über "warm" zu "hot" geleitet, ohne Einfluss darauf, wieviel Wasser aus der Brause kommt.

In Staaten wie Kalifornien, der regelmäßig - häufig im Sommer - eine Trockenperiode mit Wasserknappheit hat, ist das mehr als dämlich. Aus welchen Gründen auch immer das manchmal sinnvoll ist, ich hätte gerne die Möglichkeit, den Wasserfluss zu regulieren. But let me guess: das haben wir schon immer so gemacht! Wäre auch zu schön, wenn ab jetzt in neuen Häusern oder bei Badrenovierungen solche irren Mischbatterien eingebaut würden.
Dann lieber in Zeiten der Wasserknappheit den Leuten verbieten, ihre Vorgärten und Rasen zu bewässern. Dann stattdessen halt grün einfärben (true story, dafür gibt es Firmen).

In manchen öffentlichen Einrichtungen werden immerhin so langsam wassersparende Klospülungen installiert. Es gibt also noch Hoffnung. :-)

Dienstag, 27. Juni 2017

Finanzielle Unabhängigkeit

Bei Twitter bin ich auf einen sehr coolen Beitrag gestoßen: es geht um die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen, insbesondere, wenn eine Ehe oder Beziehung auseinandergeht.

Das Interview bei Edition_F hat mich zum Blog Madame Monneypenny und der gleichnamigen Facebookgruppe geführt.
Ich bin zwar im Moment finanziell unabhängig und arbeite in einem Sektor, der mir das auch wahrscheinlich immer erlauben wird.
Doch schon alleine, um Freundinnen in meinem Umfeld zu helfen und diese tolle Initiative zu verbreiten, will ich das hier erwähnen. Und man weiss ja nie, ob das Thema mich nicht doch mal treffen wird... ich kann jetzt schon nicht so knorke mit Geld umgehen. Ich kann mir also sicher ein paar Tipps abholen.
Netzwerk, Baby!
Einzig die Tatsache, dass die Gruppe nur für Frauen zugänglich ist, finde ich problematisch. Mit immer mehr Männern, die Elternzeit nehmen und Frauen, die Karrieren machen, werden in Zukunft sicher auch ein paar Männer sich dieser Frage stellen müssen. Na gut, die können immerhin das Blog lesen und eine eigenen Gruppe aufmachen...

Tolle Initiative, liebe Natascha Wegelin!

Dienstag, 13. September 2016

#KleiderschrankMinimalismus - ich hab's getan

Ich habe es getan: alle Kleidungsstücke aus dem Schrank geholt, alles aufs Bett geschmissen und rigoros aussortiert. Ich habe jedes Teil in die Hand genommen und mich gefragt: "Wann hatte ich es das letzte Mal an? Trage ich es gerne? Passt es gut zu mir?"

Ergebnis: Die Hälfte ist rausgeflogen! Vor allem diese "kann-ich-nochmal-unter-einem-Pulli-ansziehen"-Shirts sind endlich mal rausgeflogen.
Das Aussortierte habe ich dann nochmal aufgeteilt:
ein Haufen wurde zu H&M gebracht. Da bekommt man für einen abgegebenen Altkleidersack einen 15%-Rabattgutschein. Einige sind der Meinung, dass das keine gute Idee ist. Ich sehe H&M durchaus auch kritisch. Das einzige, wofür ich den Gutschein verwende, sind Artikel aus der Concious-Kollektion. Und sowas wie Unterwäsche kaufe ich ebenfalls nicht gebraucht. Voilà.

Ein zweiter Haufen wird an ein Frauenhaus gespendet. Eine Freundin macht dort gerade ihr Praxissemester im Rahmen ihres Studiums und erzählte, dass in krassen Fällen Frauen mit nur den Klamotten, die sie am Körper tragen, ankommen. Spenden seien willkommen. Na dann ab dafür!

Denn wie ich im letzten Post angemerkt habe: es gibt zuviel Klamotten. Es lohnt sich kaum, Kleidung bei z.B. Kleiderkreisel einzustellen, da durch das Überangebot die Sachen gar nicht oder nur für 1€ weggehen und sich dann die Zeit, die man zum Einstellen investiert, nicht lohnt. Deswegen sind nur ein paar ganz wenige Teile auf dem Kleiderkreisel-Haufen gelandet. Die werden demnächst verkauft.


So sieht's aus.
Ich bin noch weit weg von einem wirklich minimalistischen Kleiderschrank. Fast jedes Kleidungsstückart habe ich noch mindestens 5 mal (also 5 Jacken, 5 Blusen, 5 Hosen, usw.). Aber des geht ja nicht darum, einen Wettbewerb zu gewinne ("ich hab aber noch weniger als du!"). Es ist deutlich weniger geworden. Und der Plan ist, die Dinge weiter aufzutragen und nichts neu zu kaufen. So komme ich dem Minimalismus langsam näher.

Freitag, 9. September 2016

Überfluss - anstrengend - towards minimalism?

Wir leben in einem irren Überfluss. Das ätzt mich manchmal echt an.
Aufgrund eines baldigen Umzugs sortiere ich mich gerade durch die gesamte Wohnung. Dabei fallen mir so viele Digne in die Hände, die ich echt nicht brauche oder seit Jahren nicht mehr in der Hand hatte.

Gerade bei Klamotten fällt es mir auf. Wieviel man doch gekauft hat, weil es im Angebot war, weil man es UNBEDINGT braucht, weil weil weil.

Ich kaufe bis auf Unterwäsche und Socken mittlerweile überwiegend gebrauchte Kleidung, und dann nur sehr kritisch und ausgewählt (juchuu, nachhaltig!). Und gerade da ist mir bewusst geworden, WIE irre der Überfluss ist. Auf Kleiderkreisel, einem Gebrauchtkleider-Portal, über 6 Millionen Damenbekleidungsartikel online. Und das sind nur die, die jemand aktiv über KK loswerden will. Da sind die Stapel aus dem Keller oder die Ebay-Nutzer ja noch nicht mal mit drin.

Ist das nicht total krank?

Und das führt dazu, dass es von allem viel zu viel gibt und die Preise total niedrig sind. Keiner will mehr über 5€ für eine Hose oder ein paar Schuhe ausgeben - irgendwer wird ein und denselben Kram schon für weniger anbieten. Total verrückt.

Mich fasziniert da als krasser Gegenpol dazu die Minimalismus-Bewegung.
Das muss unheimlich befreiend sein, sich von all dem Kram zu lösen.
Finde ich sehr erstrebenswert. Mach ich jetzt auch. Zumindest im Kleinen.

Mit diesen Leuten, von denen ich mal ein paar Youtube-Videos dazupacke, als Vorbild sortiere ich nun alles aus, denn es werden in den nächsten Jahren mindestens 2, womöglich mehr Umzüge anstehen. Ich werde wohl nicht den absoluten Minimalismus-Punkt erreichen. An vielen Dingen hängen Erinnerungen, und das, was viel benutzt wird, hat dann ja auch eine Daseinsberechtigung.


Mittwoch, 23. März 2016

Shampoo zum Abfüllen?


Das frage ich mich immer häufiger.
Die müllfrei- und plastikfrei-Bewegung wird immer stärker und größer. Tipps noch und nöcher kommen online, wo wan unverpackt einkaufen kann, wie man (Plastik-)Müll vermeidet und so weiter.
Das einzige, was fehlt: Tipps, wo ich Hygieneartikel und Wasch- und Putzmittel abfüllen kann. In Foreneinträgen aus 2009 finde ich, dass angeblich Hygienebetimmungen das nicht (mehr?) erlauben. Früher bei Spinnrad (was es ja leider nicht mehr gibt) ging das auf jeden Fall für Waschmittel.

Im unverpackt-Supermarkt in Berlin kann man sich wohl schon Shampoo abfüllen. Sonst...eher Ebbe in diesem Bereich. Also los, liebe Gründer: auf geht's!

Dienstag, 22. März 2016

Kurkuma-Eier und eine Grundsatzdiskussion

Bald ist Ostern. Juchu! Da gibt's natürlich gefärbte Ostereier - dieses Jahr sogar natürlich gefärbt - natürlich! Haha...ok, war nur in meinem Kopf lustig.
Ich habe das gestern mal ausprobiert:

Färbesud herstellen:
3 Töpfe befüllen: in einen 4 Teelöffel Kurkuma, in den nächsten so 'ne Handvoll TK-Blattspinat und als drittes 1/3 Glas Rotkohl, jeweils einen halben Liter Wasser drauf, einmal aufkochen und dann 30 Minuten köcheln lassen. Abkühlen lassen, durch ein Sieb (für grobe Stücke) bzw. durch Kaffee- oder Teefilter kippen in eine Schüssel oder ein Glasgefäß (Schraubglas, Einmachglas...). Feddich.

Eier hart kochen.

Färben:
Eier in die Färbesude (-suds? Was ist denn wohl die Mehrzahl von Sud? ...ah Duden sagt: Sude) legen und laaaaange liegen lassen. Ich habe ca. eine Stunde lang gefärbt.

Fazit:
Kurkuma ist der Knaller. Schon nach ein paar Minuten war eine deutliche Gelbfärbung zu sehen.
Die anderen beiden hätten wohl mehr Zeit vertragen können.
Der Rotkohl färbte ein schwaches blau. Ganz nett.
Der Spinat war ein kaum sichtbares dreckiges helles Grün. Hat mich nicht so begeistert.

Unten gibt's noch weitere Links mit Tipps....werde in Zukunft auch mal Säfte ausprobieren.


Nun haben sich unter dem Facebook-Post von 1 Million Women ein paar kritische User gemeldet mit folgenden Argumenten:
  • Hennen werden "versklavt", schlecht behandelt
  • Für jede Legehenne wird ein männliches Küken geschreddert
  • Wie kann man den Artikel mit einer Palmöl-Verteufelung anfangen, aber trotzdem Hennenverslavung in Kauf nehmen und sogar unterstützen?
  • Studien werden zitiert, was wohl umweltschädlicher ist: Palm-Öl-Herstellung oder Tierhaltung?
Dazu fällt mir ein:
Jeder sollte die Welt ein Stückchen besser machen, auf seine Weise mit seinen Mitteln. Der ideale Weltverbesserer fährt nur Fahrrad, isst vegan, hat kein Smartphone und lebt müllfrei? Kommt schon, das ist schon heftig. Wer ist so "perfekt?Das ist schon echt anstrengend. Vielleicht lebt jemand komplett müllfrei, muss aber trotzdem mit dem Auto pendeln (und kommt auf dem Weg sicherlich am unverpackt-Supermarkt vorbei, bestimmt!).
Ich finde den Ansatz schonmal super, dass, wenn wir schon Ostereier haben wollen, sie dann mit Wald- und Wiesenzeugs färben. Den Farbsud habe ich - ehrlicherweise- auch in einem Stahltopf eines kapitalistischen Großkonzerns hergestellt - ein hangetöpferter Krug und ein Lagerfeuer waren grad nicht zur Hand. Wie kapitalistisch von mir. *Ironie*

Wird klar, was ich meine? Essen wir einfach weniger Eier, die dafür Bio, und färben sie natürlich, wie wäre das? Und das Osternest (natürlich selbst gebastelt aus alten Zeitungen) bringe ich mit ÖPNV zu meinen Lieben, versprochen. Und die Petition gegen das Kükenkükenschreddern habe ich auch schon unterschrieben. Obwohl ich mich da dann frage: wohin mit all den Hähnen? Kriegt dann jeder Petitionsunterschreiber einen fürs Wohnzimmer?




Say "no" to palm oil and excess packaging this easter. We love this DIY because it's planet friendly and you can still eat the eggs afterwards. Just gorgeous.
Posted by 1 Million Women on Dienstag, 22. März 2016


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An diese Seite habe ich mich gehalten :farbenundleben.de
Artikel von 1 Million Women
wurde bei FB gepostet: my.chicagobotanic.org
Avaaz-Petition gegen Kükenschreddern

Mittwoch, 30. September 2015

There are no rules in fashion but one

Großartige Kampagne von H&M:
Link: H&M Close the Loop – Sustainable fashion through recycled clothes


Ein Querschnitt durch die Weltbevölkerung & ein Brechen mit auferlegten Modetabus mit der Message, nachhaltig mit Mode umzugehen.
Finde ich aus Gleichberechtigungssicht großartig.

Auch wenn das natürlich die sehr vielen kritischen Argumente gegenüber H&M nicht komplett wegwischt. Stichworte Arbeitsbedingungen, Löhne, Nachhaltigkeit bei der Produktion und und und. Das sollte man darüber nicht vergessen. Passend dazu spielt Youtube gleich danach eine sehr kritische Doku über den Konzern ab.