Posts mit dem Label Gleichberechtigung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gleichberechtigung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 27. Juni 2017

Finanzielle Unabhängigkeit

Bei Twitter bin ich auf einen sehr coolen Beitrag gestoßen: es geht um die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen, insbesondere, wenn eine Ehe oder Beziehung auseinandergeht.

Das Interview bei Edition_F hat mich zum Blog Madame Monneypenny und der gleichnamigen Facebookgruppe geführt.
Ich bin zwar im Moment finanziell unabhängig und arbeite in einem Sektor, der mir das auch wahrscheinlich immer erlauben wird.
Doch schon alleine, um Freundinnen in meinem Umfeld zu helfen und diese tolle Initiative zu verbreiten, will ich das hier erwähnen. Und man weiss ja nie, ob das Thema mich nicht doch mal treffen wird... ich kann jetzt schon nicht so knorke mit Geld umgehen. Ich kann mir also sicher ein paar Tipps abholen.
Netzwerk, Baby!
Einzig die Tatsache, dass die Gruppe nur für Frauen zugänglich ist, finde ich problematisch. Mit immer mehr Männern, die Elternzeit nehmen und Frauen, die Karrieren machen, werden in Zukunft sicher auch ein paar Männer sich dieser Frage stellen müssen. Na gut, die können immerhin das Blog lesen und eine eigenen Gruppe aufmachen...

Tolle Initiative, liebe Natascha Wegelin!

Dienstag, 23. Februar 2016

Gleichstellungsbeauftragte - ein leidiges Thema

Bei meiner aktuellen Arbeitsstelle gibt es keine Gleichstellungsbeauftragte.
Ab und zu wird die Wichtigkeit dieses Postens unterstrichen und um Bewerbung von Frauen und Aufstellung zur Wahl für dieses Amt gebeten.
Keine meldete sich bisher.

Heute war ein Vortrag der Gleichstellungsbeauftragten der uns übergeordneten Gesellschaft.
Der Vortrag: reines Phrasengedresche. Ich habe nichts Neues aus dem Vortrag mitgenommen. Alles lief nur in die altbekannten abgedroschenen Richtungen wie "Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern", "Vernetzung schaffen", "Gleichstellungsplan entwickeln" etc. ohne konkret zu werden.

Ich hätte mir ein Beispiel eines anderen Standortes, der thematisch vielleicht ähnlich ausgerichtet ist wie meine Institution, gewünscht:
"Vor 10 Jahren war DAS die Situation....seitdem folgende Gleichstellungsmaßnahmen....und DAS wurde damit erreicht..." oder sowas in der Art.

Interessant war dann allerdings die Diskussion im Anschluss: ich hatte mir die leicht provokante Frage, warum man denn nicht einen Mann als Gleichstellungsbeauftragten wählen könne, überlegt. Immerhin gehen Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder familienfreundliche Btriebspolitik ja nicht nur Frauen was an. Ist doch sonst auch schon Sexismus.
Innerlich lief ich beim Fragestellen schon auf Hochtouren und war bereit für eine harte emotionale Diskussion, als die Gleichstellugnsbeauftragte ganz offen sagte: "Da rennen Sie bei mir offene Türen ein. Das versuche ich schon lange durchzusetzen. Können wir an Ihrem Standort hier gerne machen."

Für mich persönlich war das heute ein unheimlich großer Fortschritt: das war die erste GSB, die ich life erlebt habe und die bei diesem Thema nicht vollkommen irrational unter die Decke ging. Juchu! Die Feministin in mir feiert. Ein großer Tag für die Gleichstellung, zumindest in meinen Maßstäben. Nun werden wir das in Angriff nehmen und hoffentlich ein Beispiel sein für andere Betriebe.
Auf geht's!

Mittwoch, 11. November 2015

Hört auf zu jammern!

Mal kurz Dampf ablassen im Bezug auf ein Thema: das ewige Gejammere, was von uns Frauen (im Bezug auf Äußerlichkeiten wie Dessous, Figur etc.) erwartet wird oder uns sogar aufgezwungen und diktiert wird. Beschäftigt mich immer häufiger, vor allem, wenn man feministischen Diskussionen im Netz folgt. Deswegen jetzt mal mein Zurück-Gemotze:

1. Ihr habt die Wahl! 
Zieht einfach an, was ihr schön und bequem findet (und meinetwegen fair und nachhaltig)! Macht z.B. unbequem-aber-sexy-Trends bei Unterwäsche nicht mit! (Ist gerade Unterwäsche nicht sowieso eher Mittel zum Zweck beim Intim-Werden? Und wird das nicht trotzdem stattfinden, auch wenn man Schlichtes und Bequemes trägt? Der Partner wird kaum das Gespräch oder sogar den Sex verweigern, geschweige denn die Biege machen, weil ihm nicht genug Push im BH ist oder das Höschen nicht knapp genug. Ziemlich sicher. Fragt ihn.) Entscheidet euch bewusst gegen bestimmte Produkte und kommuniziert das in eurer Reichweite. Zeigt nicht nur meckernd auf die sexistischen Werbekampagnen. Und - Kapitalismus, meine Lieben - solange genug Menschen sexistische, unbequeme, lügende Produkte kaufen, wird kaum ein Konzern diese Sachen aus dem Sortiment nehmen.

2. Der Zwang: wirklich nur für Frauen? 
Von aufgezwängten, scheinbar diktierten Schönheitsidealen sind doch nicht nur Frauen betroffen. Es werden ebenso männliche Körperbilder verbreitet, die nicht der Realität entsprechen. Das Unterwäschemodel, der Coca-Cola-Lieferant, die Magic-Mike-Darsteller, die Parfüm-Werbung-Typen, der entspannte lächelnde saubere Häusle-Bauer: auch Männer werden in der Werbung und im TV überwiegend unrealistisch dargestellt. Jedoch würde kein Mann, den ich kenne, sich unbequeme Klamotten kaufen, nur weil irgendein Adonis von einem Werbeplakat schmalzt. Sehen die gar nicht ein. Merkt ihr was?

3. Das Ideal: nur von Männern diktiert? 
Mir ist es noch nie passiert (auch in meinem Bekanntenkreis nicht), dass ein Mann mir oder einer Freundin gesagt habe, man sei zu dick oder könnte ja auch schlanker sein. Diätkommentare kommen extrem selten vor, und dann am ehesten von Frauen. Ganz großartig auf einem Familienfest damals: die Großtante, die uns Mädchen (Cousine, 9 Jahre, und mir, 13 Jahre) sagte, wenn man eine schmale Taille haben wolle, müsse man sich eben das Stück Sahnetorte verkneifen.

4. Die Nachfrage: wirklich nur von Männern? 
Wieviele Frauen rennen in Filme mit Daniel Craig und Channing Tatum und bewundern deren durchtrainierte Körper in sauteuren gutsitzenden engen Anzügen? Das ist dann witzig. Eine sexuelle Revolution. Emanzipiert. Und eben genauso sexy-schönheits-orientiert wie bei Männern. Gehen Männer jedoch ins Kino, weil sie Angelina Jolie scharf finden oder ist der Fummel irgendeiner Plakatperle heiß, bezeichnet man sie als sexistisch und patriachal.
Zweierlei Maß. Daneben.

Das Fazit:
Es ist mir zuwider, mit zweierlei Maß zu messen und nur jammernd auf andere (wie Unterwäsche-Bewerber) zu zeigen. Wir wissen doch wohl alle, dass die Medienwelt häufig nicht die Realität widerspiegelt, weder die weibliche, noch die männliche.
Wir sind alle in der Lage, zwischen einem bearbeiteten Plakat und einem realen Menschen direkt neben uns zu unterscheiden. Können wir irgendjemandem (Frauen wie Männern) verübeln, sich gerne schöne Menschen (Frauen wie Männer) in Filmen anzusehen?
Jeder für sich kann im Kleinen Konsum- und Schönheitsentscheidungen für sich selbst und sein Leben treffen und sollte offen und respektvoll mit seinem Umfeld über Erwartungen aneinander diskutieren. JETZT bitte. Danke.

Freitag, 25. September 2015

mamikreisel nur für Mamis? #Gleichberechtigung

Ich bin aus finanziellen und nachhaltigen Gründen großer Fan von Second-Hand-Läden und -Portalen wie mamikreisel.de, einem Portal für gebrauchte Kinderklamotten und Umstandsmode.

Neulich stellten sich bei mir alle Nackenhaare auf:
In einer Benachrichtigungsmail des Portals stand tatsächlich, dass "Mami <Benutzername> irgendwas reduziert hat" oder so ähnlich. In den Forenrichtlinien werden die User des Portals nur als Mamis bezeichnet.

Es kaufen und verkaufen doch nicht nur Mamis Kinderklamotten oder wollen sich über Kind-Angelegenheiten austauschen. Was ist mit Vätern, Verwandten und Freunden? Werden Väter oder Patentanten abgemeldet oder aus Tauschbasarveranstaltungen rausgeschmissen (s. Link unten)? (rhetorische Frage, natürlich nicht....)
Ich kaufe dort gerne für mein Patenkind ein und bin keine Mami.
Bei der Umstandsmode vermute ich, dass tatsächlich eher (schwangere) Frauen sich dafür interessieren.

Ich persönlich habe auch was gegen das Wort "Mami". Das klingt leider nach dem sächsischen "Muddi" und nach dem letzten Jahrhundert. Aber das ist eher eine Geschmackssache. Das Argument stelle ich gerne zurück.

Ich kann verstehen, dass die Domain nicht mal eben umbenannt werden kann.

Ich würde mich freuen, wenn die Betreier des Portals eine neutrale Formulierung für die Inhalte wählen würden. Wie wäre es mit "Kreisi" oder "User"?

Ich habe dem sog. mamisupport eine Mail geschrieben...mal sehen, was daraus wird.
Trotzdem: an sich ein sehr gutes Portal, das ich weiterempfehle.
_____________________
Links zum Thema:
Das mamikreisel-Portal: http://www.mamikreisel.de/
Blog-Eintrag vom Energieanbieter entega über die Motivation für 2nd-Hand-Portale und deren Vorteile
Tauschbasar für Mamis und Schwangere (nicht für Väter?)in Berlin: Himbeer Berlin Magazin