Nach einigen Reisen in die USA muss ich mal eine Frage stellen:
Was soll das mit den Duschköpfen, liebe USA?
Für alle, die noch nicht da waren:
In den USA gibt es anstatt einer Mischbatterie, in der man (idealerweise) stufenlos Temperatur und Volumen des Wasserflusses regulieren kann, nur die Optionen "auf" oder "zu" und Temperaturregelung: man dreht den Hahn auf, es kommt volle Pulle heraus, und man wird von "cold" über "warm" zu "hot" geleitet, ohne Einfluss darauf, wieviel Wasser aus der Brause kommt.
In Staaten wie Kalifornien, der regelmäßig - häufig im Sommer - eine Trockenperiode mit Wasserknappheit hat, ist das mehr als dämlich. Aus welchen Gründen auch immer das manchmal sinnvoll ist, ich hätte gerne die Möglichkeit, den Wasserfluss zu regulieren. But let me guess: das haben wir schon immer so gemacht! Wäre auch zu schön, wenn ab jetzt in neuen Häusern oder bei Badrenovierungen solche irren Mischbatterien eingebaut würden.
Dann lieber in Zeiten der Wasserknappheit den Leuten verbieten, ihre Vorgärten und Rasen zu bewässern. Dann stattdessen halt grün einfärben (true story, dafür gibt es Firmen).
In manchen öffentlichen Einrichtungen werden immerhin so langsam wassersparende Klospülungen installiert. Es gibt also noch Hoffnung. :-)
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Freitag, 4. Mai 2018
Donnerstag, 21. September 2017
Berkeley #2
So langsam komme ich hier an, der Jetlag ist kaum noch da. Übrigens: schönes anderes Wort dafür ist Zeitzonenkater. Süß.
Gestern abend waren wir noch einkaufen, und mein lieber Herr Gesangsverein, was ist das hier teuer. Gefühlt noch teurer als Florida.
In solchen Momenten preise ich unsere deutsche Lebensmittelindustrie gepaart mit den entsprechenden Subventionen, die es erschwinglich machen, gesundes Essen zu kaufen.
Fertig gerupfter Salat in der Tüte bitte nur zu besonderen Anlässen, Grillfleisch für eine Person nicht unter 10$, ein großer Becher griechischer Joghurt 5$.
Man muss schon sehr genau suchen, um ein paar erschwingliche Lebensmittel zu finden. Das typische Gummi-Arabikum-Brot gibt's für 1,80$ pro Packung, Kartoffeln kriegt man für 0,99$/lbs, Banane, Melone, Avocado gehen auch.
Ach ja, was ist lbs? Das ist das amerikanische Pfund. 1 lbs = 26 oz (Unzen) = 0,45kg. Da spinnen die Amis ja wirklich, wenn es um Einheiten geht... ich hab mir die Fahrenheit --> Grad Celsius App schon runter geladen.
Mittags gehen wir hier in der Lab-Kantine, dem Bay View Café, essen. Und da wird's richtig saftig: meist zahlt man hier um die 9$ für sein Mittagessen. Zugegeben, deutsche Mensapreise, die auf Studis ausgerichtet und subventioniert sind, versauen einen da. Aber das geht mir dann schon schwer runter, zumal mein deutsches Gehalt nicht an Berkely-Lebenskosten angepasst ist.
Gestern gab es für mich einen Burrito von der Platillos Latinos Theke, heute habe ich ein abgefahrenes Sandwich von der North Bech Deli Theke probiert. Und auch wenn es teuer ist: es ist sehr lecker und absolut hochwertiges Essen, meist sogar organic (=bio).
Gestern Abend habe ich dann bei Livemucke und Craft Beer im "Jupiter" in Downtown den AirBnB-Kumpel vom Freund kennenglernt und wir haben bei Honey Wheat, Hefeweizen, Stout und Amber über Musik, das Leben, Politik und Reisen diskutiert.
I keep you posted!
Gestern abend waren wir noch einkaufen, und mein lieber Herr Gesangsverein, was ist das hier teuer. Gefühlt noch teurer als Florida.
In solchen Momenten preise ich unsere deutsche Lebensmittelindustrie gepaart mit den entsprechenden Subventionen, die es erschwinglich machen, gesundes Essen zu kaufen.
Fertig gerupfter Salat in der Tüte bitte nur zu besonderen Anlässen, Grillfleisch für eine Person nicht unter 10$, ein großer Becher griechischer Joghurt 5$.
Man muss schon sehr genau suchen, um ein paar erschwingliche Lebensmittel zu finden. Das typische Gummi-Arabikum-Brot gibt's für 1,80$ pro Packung, Kartoffeln kriegt man für 0,99$/lbs, Banane, Melone, Avocado gehen auch.
Ach ja, was ist lbs? Das ist das amerikanische Pfund. 1 lbs = 26 oz (Unzen) = 0,45kg. Da spinnen die Amis ja wirklich, wenn es um Einheiten geht... ich hab mir die Fahrenheit --> Grad Celsius App schon runter geladen.
Mittags gehen wir hier in der Lab-Kantine, dem Bay View Café, essen. Und da wird's richtig saftig: meist zahlt man hier um die 9$ für sein Mittagessen. Zugegeben, deutsche Mensapreise, die auf Studis ausgerichtet und subventioniert sind, versauen einen da. Aber das geht mir dann schon schwer runter, zumal mein deutsches Gehalt nicht an Berkely-Lebenskosten angepasst ist.
Gestern gab es für mich einen Burrito von der Platillos Latinos Theke, heute habe ich ein abgefahrenes Sandwich von der North Bech Deli Theke probiert. Und auch wenn es teuer ist: es ist sehr lecker und absolut hochwertiges Essen, meist sogar organic (=bio).
Gestern Abend habe ich dann bei Livemucke und Craft Beer im "Jupiter" in Downtown den AirBnB-Kumpel vom Freund kennenglernt und wir haben bei Honey Wheat, Hefeweizen, Stout und Amber über Musik, das Leben, Politik und Reisen diskutiert.
Heute geht's zu Barney's zum Burgeressen und wir planen so langsam mal das WE. Ein französischer Kumpel, der mittlerweile in Helsinki wohnt, ist für eine Googlekonferenz hier in der Bay area und wir werden wohl am WE Dinge unternehmen... Point Reyes oder doch Monterey, Footballspiel und Oktoberfest in SF... so viele Entscheidungen zu treffen...A post shared by Caro Anna (@mmepinson) on
I keep you posted!
Mittwoch, 20. September 2017
Berkeley #01
Ab jetzt kommen ein paar Einträge zu meinem Berkeley-Aufenthalt, eine Art kleines Reisetagebuch also.
Fangen wir vorne an - mit der Anreise:
der Freund empfahl beim Buchen, einen Flug mit Umstieg in Europa zu buchen (DUS-SFO direkt gibt es glaube ich gar nicht), um zu vermeiden, dass man den Anschlussflug verpasst, falls die Einreise länger dauert.
Bei meinen 2 Reisen nach Florida wurden wir bei der Einreise - nach längerem Warten in der Schlange - mehrmals interviewt, warum wir hier sind, wieviel Bargeld, welche Jobs in Dland wir haben, was genau wir in den USA machen wollen, wie lange wir bleiben, wo wir untergebracht sind und und und.
Die Einreise am SFO dageegen: tiefenentspannt. "Wie lange bleiben Sie?" plus FIngerabdrücke scannen - und fertig. Hat alles in allem 3 Minuten gedauert, nachdem ich nur 10 Minuten in der Schlange stand. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht hatte ich Glück mit einem entspannten Immigration Officer, vielleicht ist es auch die kalifornische Gelassenheit.
Nach dem obligatorischen Selfie vom Airport erstmal in die BART (Bay Area Rapid Transportation). Da hab ich dem Freund schon was voraus: Monsieur ist bis jetzt nur Mietwagen oder Uber gefahren. Für $9,50 kann man vom SFO bis nach Berkeley in 50 Minuten reisen. Uber wäre zur Hauptverkehrszeit mit verstopfter Bay Bridge (Brücke zwischen San Francisco und Oakland über die Bucht) auch nicht schneller und deutlich teurer gewesen. Und wie ich das so häufig sage: dann fühlt mich gleich wie ein "local", wenn man den ÖPNV nutzt. In SF ist die BART zwar unteriridisch, aber davor und danach kann man rumgucken. Der Zug ist schon bisschen abgeranzt und laut. Doch entgegen der Ankündigung des Freundes waren durchaus ganz normale Leute unterwegs und nicht nur Alkies & Junkies. Auf meine Uber-Kosten kam ich dann trotzdem: an der Haltestelle Berkeley Rockridge wurde ich netterweise mit einem Uber vom Freund abgeholt. Juchuuu!
Weil ich zu müde war (in der Nacht vor der Reise nicht geschlafen, um dem Jetlag vorzubeugen, und dann auf der Reise wenig gepennt, weil laut, unbequem, aufgeregt), blieb es beim Sonnenuntergang auf der Terasse bei Nudelsalat und IPA, was auch schon ziemlich genial war.
Heute (Mittwoch) habe ich schon kurz den einen Mitbewohner des Freundes kennengelernt, bin Shuttlebus zum Lab gefahren, habe in der LBNL Cantine einen monsterscharfen Burrito zum Mittag gegessen und die Arbeitskollegen kennengelernt. Ich darf hier oben am Lab als Gast sein und kann von hier aus brav an meiner Doktorarbeit schreiben.
Ein bisschen Matsche bin ich noch vom Jetlag und der Reise. Und permanent herrscht Reizüberflutung, weil ich alles sehen, verstehen und erinnern will.
Mitbringsel für die Mitbewohner: Marzipan und Schoki aus Deutschland. Marzipan ist wohl sowas Europäisches. Kein Plan, ob die das mögen. Wenn man die GIlmore Girls fragt: nein. Wenn man mich fragt: Jaaaaa.
Fangen wir vorne an - mit der Anreise:
der Freund empfahl beim Buchen, einen Flug mit Umstieg in Europa zu buchen (DUS-SFO direkt gibt es glaube ich gar nicht), um zu vermeiden, dass man den Anschlussflug verpasst, falls die Einreise länger dauert.
Bei meinen 2 Reisen nach Florida wurden wir bei der Einreise - nach längerem Warten in der Schlange - mehrmals interviewt, warum wir hier sind, wieviel Bargeld, welche Jobs in Dland wir haben, was genau wir in den USA machen wollen, wie lange wir bleiben, wo wir untergebracht sind und und und.
Die Einreise am SFO dageegen: tiefenentspannt. "Wie lange bleiben Sie?" plus FIngerabdrücke scannen - und fertig. Hat alles in allem 3 Minuten gedauert, nachdem ich nur 10 Minuten in der Schlange stand. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht hatte ich Glück mit einem entspannten Immigration Officer, vielleicht ist es auch die kalifornische Gelassenheit.
Nach dem obligatorischen Selfie vom Airport erstmal in die BART (Bay Area Rapid Transportation). Da hab ich dem Freund schon was voraus: Monsieur ist bis jetzt nur Mietwagen oder Uber gefahren. Für $9,50 kann man vom SFO bis nach Berkeley in 50 Minuten reisen. Uber wäre zur Hauptverkehrszeit mit verstopfter Bay Bridge (Brücke zwischen San Francisco und Oakland über die Bucht) auch nicht schneller und deutlich teurer gewesen. Und wie ich das so häufig sage: dann fühlt mich gleich wie ein "local", wenn man den ÖPNV nutzt. In SF ist die BART zwar unteriridisch, aber davor und danach kann man rumgucken. Der Zug ist schon bisschen abgeranzt und laut. Doch entgegen der Ankündigung des Freundes waren durchaus ganz normale Leute unterwegs und nicht nur Alkies & Junkies. Auf meine Uber-Kosten kam ich dann trotzdem: an der Haltestelle Berkeley Rockridge wurde ich netterweise mit einem Uber vom Freund abgeholt. Juchuuu!
Weil ich zu müde war (in der Nacht vor der Reise nicht geschlafen, um dem Jetlag vorzubeugen, und dann auf der Reise wenig gepennt, weil laut, unbequem, aufgeregt), blieb es beim Sonnenuntergang auf der Terasse bei Nudelsalat und IPA, was auch schon ziemlich genial war.
Just the #goldengatebridge - view from the terasse for the next 2 weeks
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Heute (Mittwoch) habe ich schon kurz den einen Mitbewohner des Freundes kennengelernt, bin Shuttlebus zum Lab gefahren, habe in der LBNL Cantine einen monsterscharfen Burrito zum Mittag gegessen und die Arbeitskollegen kennengelernt. Ich darf hier oben am Lab als Gast sein und kann von hier aus brav an meiner Doktorarbeit schreiben.
Ein bisschen Matsche bin ich noch vom Jetlag und der Reise. Und permanent herrscht Reizüberflutung, weil ich alles sehen, verstehen und erinnern will.
Mitbringsel für die Mitbewohner: Marzipan und Schoki aus Deutschland. Marzipan ist wohl sowas Europäisches. Kein Plan, ob die das mögen. Wenn man die GIlmore Girls fragt: nein. Wenn man mich fragt: Jaaaaa.
Donnerstag, 1. September 2016
London #2: Tag 1.1
Weiter geht's: Tag 1.1 in London
Von King's Cross aus ging's los. Wir hatten schon vorher recherchiert und festgestellt, dass wohl ein Tagesticket für den öffentlichen Nahverkehr das Sinnvollste ist. War es auch. Wir sind nur Underground, sorry: tube gefahren. Vielleicht hätte man mit dem Bus ein bisschen mehr gesehen, hätte aber auch sicherlich länger gedauert.
Los ging's. Erste Station sollte Tower Bridge sein.
Wir fuhren mit der circle line bis "Tower Hill" und liefen am Tower vorbei an der Promenade zur Brücke. Am Fuße der Brücke haben wir uns bei Tesco's (Supermarkt) und Starbucks erstmal Frükstück besorgt, bei der Girl with a Dolphin Fountain auf einer Bank gefrühstückt und in Ruhe die Sonnenstrahlen auf Londoner Boden genossen.
Dann sind wir auf die Tower Bridge gegangen. Man kann einfach so unten drüber laufen. Man kann aber auch 9£ Eintritt bezahlen und dann die oberen Stege, die teilweise mit Glasböden versehen sind, entlang laufen, sich das Innere der Türme, ein paar Ausstellungsstücke und Geschichtsstafeln angucken. Hat mir sehr gut gefallen. Und war vor allem nicht so teuer.
Nach der Tower Bridge haben wir uns ein wenig ausgeruht an der Themsepromenade, am Rande des Potter's Fields Park. Hier kann man hervorragend people whatching machen und ein bisschen entspannen.
Läuft man weiter Richtung Westen, kommt man an der HMS Belfast, einem großen Kriegsschiff vorbei. Für 18£ kann man dort wohl echt viel sehen - die Jungs waren sehr begeistert.
BF und ich waren stattdessen auf dem borough market: ein kunterbuntes Treiben bei einem Mix aus streetfood market und Wochenmarkt. Hier stößt der Bänker mit dem Hippie und der Yuppie mit dem Öko an. Herrlich!
Danach waren wir aber so platt, dass wir erstmal ins Hostel Nähe King's Cross gefahren sind, eingecheckt haben und eine Stunde Mittagsschlaf gemacht haben - immerhin waren wir ja krass früh aufgestanden.
Von King's Cross aus ging's los. Wir hatten schon vorher recherchiert und festgestellt, dass wohl ein Tagesticket für den öffentlichen Nahverkehr das Sinnvollste ist. War es auch. Wir sind nur Underground, sorry: tube gefahren. Vielleicht hätte man mit dem Bus ein bisschen mehr gesehen, hätte aber auch sicherlich länger gedauert.
Los ging's. Erste Station sollte Tower Bridge sein.
Wir fuhren mit der circle line bis "Tower Hill" und liefen am Tower vorbei an der Promenade zur Brücke. Am Fuße der Brücke haben wir uns bei Tesco's (Supermarkt) und Starbucks erstmal Frükstück besorgt, bei der Girl with a Dolphin Fountain auf einer Bank gefrühstückt und in Ruhe die Sonnenstrahlen auf Londoner Boden genossen.
Dann sind wir auf die Tower Bridge gegangen. Man kann einfach so unten drüber laufen. Man kann aber auch 9£ Eintritt bezahlen und dann die oberen Stege, die teilweise mit Glasböden versehen sind, entlang laufen, sich das Innere der Türme, ein paar Ausstellungsstücke und Geschichtsstafeln angucken. Hat mir sehr gut gefallen. Und war vor allem nicht so teuer.
Nach der Tower Bridge haben wir uns ein wenig ausgeruht an der Themsepromenade, am Rande des Potter's Fields Park. Hier kann man hervorragend people whatching machen und ein bisschen entspannen.
Läuft man weiter Richtung Westen, kommt man an der HMS Belfast, einem großen Kriegsschiff vorbei. Für 18£ kann man dort wohl echt viel sehen - die Jungs waren sehr begeistert.
BF und ich waren stattdessen auf dem borough market: ein kunterbuntes Treiben bei einem Mix aus streetfood market und Wochenmarkt. Hier stößt der Bänker mit dem Hippie und der Yuppie mit dem Öko an. Herrlich!
Danach waren wir aber so platt, dass wir erstmal ins Hostel Nähe King's Cross gefahren sind, eingecheckt haben und eine Stunde Mittagsschlaf gemacht haben - immerhin waren wir ja krass früh aufgestanden.
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