Donnerstag, 1. September 2016

London #2: Tag 1.1

Weiter geht's: Tag 1.1 in London

Von King's Cross aus ging's los. Wir hatten schon vorher recherchiert und festgestellt, dass wohl ein Tagesticket für den öffentlichen Nahverkehr das Sinnvollste ist. War es auch. Wir sind nur Underground, sorry: tube gefahren. Vielleicht hätte man mit dem Bus ein bisschen mehr gesehen, hätte aber auch sicherlich länger gedauert.

Los ging's. Erste Station sollte Tower Bridge sein.
Wir fuhren mit der circle line bis "Tower Hill" und liefen am Tower vorbei an der Promenade zur Brücke. Am Fuße der Brücke haben wir uns bei Tesco's (Supermarkt) und Starbucks erstmal Frükstück besorgt, bei der Girl with a Dolphin Fountain auf einer Bank gefrühstückt und in Ruhe die Sonnenstrahlen auf Londoner Boden genossen. 

Dann sind wir auf die Tower Bridge gegangen. Man kann einfach so unten drüber laufen. Man kann aber auch 9£ Eintritt bezahlen und dann die oberen Stege, die teilweise mit Glasböden versehen sind, entlang laufen, sich das Innere der Türme, ein paar Ausstellungsstücke und Geschichtsstafeln angucken. Hat mir sehr gut gefallen. Und war vor allem nicht so teuer.

Nach der Tower Bridge haben wir uns ein wenig ausgeruht an der Themsepromenade, am Rande des Potter's Fields Park. Hier kann man hervorragend people whatching machen und ein bisschen entspannen.

Läuft man weiter Richtung Westen, kommt man an der HMS Belfast, einem großen Kriegsschiff vorbei. Für 18£ kann man dort wohl echt viel sehen - die Jungs waren sehr begeistert.

BF und ich waren stattdessen auf dem borough market: ein kunterbuntes Treiben bei einem Mix aus streetfood market und Wochenmarkt. Hier stößt der Bänker mit dem Hippie und der Yuppie mit dem Öko an. Herrlich! 

Danach waren wir aber so platt, dass wir erstmal ins Hostel Nähe King's Cross gefahren sind, eingecheckt haben und eine Stunde Mittagsschlaf gemacht haben - immerhin waren wir ja krass früh aufgestanden.




Coole Pommes-Trage

Auf 9gag entdeckt: coole Pommes-Trage, die die Pommes nicht mit Majo einsaut und auch noch aus Papier (und damit gut recycelbar) ist. *froi*
Link zu 9gag hier


Montag, 29. August 2016

London #1: Hinreise

2 Tage London - und so viel zu erzählen....

Fangen wir vorne an: Hinreise
Flüge haben wir für n Appel und n Ei gebucht: ab Düsseldrof Weeze (was wirklich null mit Düsseldorf zu tun hat, liegt nahe der niederländischen Grenze bei Kleve). Parkgebühren für 3 Kalendertage: 36€. Und trotzdem war's immernoch preiswerter als von D'dorf oder Köln/Bonn nach London zu fliegen.
Um 6:50 Uhr ging der Flug. Wir haben extra einen frühen FLug gebucht, damit wir viel vom Tag haben.
Wir landeten in London Stansted - Stansted verhält sich zu London wie Weeze zu Düsseldorf: echt weit weg und haben eigentlich nix miteinander zu tun.

Wir hatten vorher schon einen Bustransfer nach London King's Cross (Dauer ca. 1h15min) online gebucht für 8£ (ca. 10€). Wir konnten ohne Probleme einen früheren Bus als gebucht nehmen - es war leer genug.
Im Nachhinein erst herausgefunden: vielleicht besser den Zug nehmen. Kostet auch nur 8£ und braucht nur knapp 50min bis King's Cross.

Und von dort aus....geht's los!

Freitag, 29. Juli 2016

Wsrum Geburtstagsgrüße bei Facebook mich auf die Palme bringen

Ich gratuliere grundsätzlich nicht auf Facebook-Pinnwänden.
Warum schreibt man diese Grüße an die Pinnwand? (Übrigens frage ich mich das auch bei diesen Nachrichten wie "Huhu, haben uns lang nicht mehr gesehen, wollt mal nen lieben Gruß dalassen.")

Sie dienen nur einem Zweck: Aufmerksamkeit.
Zum einen für die schreibende Person: "Hey, ich hab dich nicht vergessen. Guck, wie aufmerksam ich bin! (Und ich finde sogar noch voll kreative Worte für dich!)"
Und zum anderen für die empfangende Person: "Wow, 67 Leute haben mir gratuliert! Wie beliebt ich bin!"

Eigentlich ist das nicht viel wert. Nach dem Einloggen im Browser kriegt man sofort eine Liste oben rechts angezeigt mit allen heutigen Geburtstagen. Mit nur einem Klick kann man direkt auf die Pinnwand des Geburtstagskindes posten. Wow, wie persönlich. Schnelle Aufmerksamkeitsgenerierung.

Wirklich persönliche Glückwünsche sind doch eher der Anruf um Mitternacht, der Brief, der schon am Tag vorher losgeschickt werden musste, das Küsschenselfie mit dem albernen Happy-Birthday-Hut, sogar einfach die Whatsapp-Sprachnachricht. Für all das muss ein kleiner oder großer Extraaufwand betrieben werden. Aber Achtung: das sit doch der Sinn des Gratulierens, oder?
Selbst wenn Facebook einen daran erinnert, wer heute Geburtstag hat, muss man dann doch das Foto machen oder oder sich ein nettes Geplapper überlegen.
Gut, letzteres ist nun wirklich kein großer Aufwand. Ich mache es trotzdem, damit ich mich aus dieser Pinnwand-Aufmerksamkeitssuppe hervorhebe. Ich möchte doch gratulieren, um der Person eine Freude zu machen. Das ist doch die Hauptintention sollte die Hauptintension sein.

Wenn ich nicht bereit bin, diese 2 Minuten Extraaufwand für eine Person zu betreiben, muss ich ihr gar nicht erst gratulieren. Klingt vielleicht hart, sehe ich aber so.

Ich stelle meinen Geburtstag nicht öffentlich bei Facebook ein. Die Leute, die mir dann grautlieren, haben einfach von alleine dran gedacht. Das ist mir viel mehr wert, als dutzende Grüße von Leuten, die nur durch die Facebook-Erinnerung darin rumposten. Wenn jemand nur durch Facebook zum Gratulant wird, was sagt das dann über diese Person aus?

Entweder ich mache mir die Mühe, mir einige wichtige Geburtstage zu merken oder mir einen Geburtstagskalender anzulegen.
Oder ich habe den Mumm dazu zu stehen, dass ich nicht allen meinen 297 (gerade nachgeschaut) Facebookfreunden gratulieren, weil es mir schlicht und einfach nicht wichtig ist.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Uneffektivität. Kotzt mich an.

Ab und zu krieg ich echt die Krise, wenn ich mal wieder total uneffektive Voränge in meinem Institut, in Verwaltungen oder sonst wo entdecke.

Beispiel: wenn man bei mir auf der Arbeit Material (also keinen Brief) versenden wollte, hat einen die Rezeptionsdame, die dafür zuständig ist, 10mal durchs Gebäude geschickt, weil der Umschlag nicht geeignet sei, weil sie das exakte Gewicht wissen muss, weil sie noch eine Materialbeschreibung haben will und die Handynummer des Empfängers. Zwar ist der Großteil davon unnötig, aber gut, die Dame handelt sicher auch nur auf Anweisung.
Also habe ich beim Betriebsrat und an anderen Stellen vorgeschlagen: wieso entwirft man nicht ein Formular, auf dem alles steht, was sie wissen muss bzw. was man beachten muss? Man kann alles vorbereiten, spart sich x-wieviele Gänge und man hasst die gute Frau da vorne nicht, obwohl sie auch einfach nur ihren Job macht. Und sie ist auch weniger genervt.
Und kurz danach...gibt es ein Formular! Ha! Uneffektivität bekämpft!


Anderes Beispiel: Wir müssen uns mit einem Chip morgens ein- und abends ausloggen. Überstunden werden am Ende des Monats bei 15 gekappt. Alles wird digital erfasst und ist auch für uns einsehbar. Und trotzdem muss man jeden Monat einen Stundenzettel von Hand ausfüllen, Gleitzeitkorrekturen ausdrucken und ausfüllen, mit Urlaub genauso. Das wird dann von der Verwaltung genehmigt und eingetragen ins digitale Zeiterfassungssystem.
Hallo? Merkt ihr was? Was'n Kappes! Wir haben doch schon ein digitales System, wo sich jeder individuell einloggen kann. Warum das nicht ALLES digital machen???






Wahrscheinlich steht das in irgendeiner Richtlinie noch, dass das in Papierform 10 Jahre gelagert werden muss. Nee nee. Ich brech ins Beet.

Ich sollte Unternehmensberaterin im Bereich Effektivität werden! Und mich bis dahin wieder etwas beruhigen.

Mittwoch, 1. Juni 2016

#12von12 und andere Bilder-Hashtags

In den letzten zwei Monaten habe ich an #12von12 teilgenommen. Musste davor erstmal googlen, was das nun schon wieder ist, als das durch meine Twitter- und Instagram-Timeline geisterte.

Aha, man macht also am 12. Tag eines Monats 12 Bilder über den Tag verteilt.
Gut, dann mach ich halt mal mit.
Beim ersten Mal bin ich hemmungslos gescheitert. Habe nur 8 oder so geschafft. Beim zweiten Mal hab ich es geschafft, mit Hängen und Würgen.

Und deswegen lass ich es auch gleich wieder:
es ist wirklich schwer, 12 Momente am Tag zu finden, die fotografier- und teilwürdig sind. Dann ist noch die Kunst, genau dann das Smartphone zur Hand zu haben.

Wenn ich in meinem Alltag einen meiner Meinung nach teilwürdigen Moment erlebe, dann kann ich den doch einfach so knipsen und teilen. Dazu muss nicht #12von12 sein. Stattdessen spame ich die Timeline zu mit vielleicht weniger interessanten Bildern, nur damit ich die #12von12 vollkriege. Ist doch blöde.
Und man hat gleich schon wieder einen Punkt mehr auf der To-Do-Liste des Tages, der einen in einen unbewussten Stress versetzt: hab ich die 12 schon? Direkt posten. Dann noch auf dem Blog nen Beitrag mit allen Bildern und noch da und da verlinken. Jetzt noch twittern und dann noch die #12von12 der anderen angucken und kommentieren.

Nö. Einfach nicht. Mein 12. des Monats wird post-technisch genau so laufen wie alle anderen Tage des Monats. Wenn ich was cooles erlebe oder sehe, dann poste ich es - vielleicht. Wenn nicht, dann lass ich es. Egal, ob der 1.,5. oder 12. des Monats ist.

Ähnliches gilt übrigens auch für #wib - Wochenende in Bildern. Ik hab doch Wochenende!

Montag, 18. April 2016

Das ewige Theater um die JGAs

Ich komme auf dieses Thema, weil ein Freund mir sein Leid klagte um das Organisieren eines JGAs (JungesellInnen-Abschied). Scheint ein leidiges Thema mit viel Konfliktpotential zu sein. Da denken sich Trauzeugen, Freunde oder Geschwister nichts Böses, legen sich ins Zeug und macht sich Gedanken - und es gibt immerTheater.

Das liebe Geld:
ja, so ein JGA ist meistens teuer. Geld ist ja sowieso ein heikles Thema: ist es einem das wert oder nicht? "Ist man nicht langsam aus der jugendlichen Dauer-Pleite raus?"
Die einen haben die Kohle, die anderen nicht, die nächsten hätten sie, wollen sie aber "für so einen Quatsch" nicht ausgeben.
Falls ich mal einen JGA planen sollte, werde ich versuchen, es jedem möglich zu machen, doch an irgendwas teilzunehmen.
Kein Geld für den Tagesausflug nach Amsterdam? Dann kommt doch abends nur zum Cocktailtrinken oder tanzen gehen.
Kein Bock aufs Besäufnis bei Planwagentour? Dann kommt nur zum Brunch. So oder so ähnlich.
Hervorragende Idee einer Freundin, die unbedingt einen supergeilen Spezial-JGA haben will, aber auch weiß, dass viele Freundinnen und Freunde nicht viel Kohle haben: selbst eine Summe X zurücklegen und darauf vertrauen, dass ihre Trauzeugin weiß, was für ein Special-Gedöns sie super findet und es dementsprechend verwendet. Die Überraschung, WAS passiert, ist dann ja immernoch da.

Die Aktionen:
"Einfach nur verkleidet mit Bauchladen peinliche Sachen machen ist blöd." Jop, finde ich persönlich auch. Aber um mich geht's nicht. Wenn die beste Freundin oder Schwester das geplante nunmal als am passendsten einstuft, bin ich die letzte, die das in Frage stellt.
Musste ich auch lernen: eine Schulfreundin wurde befeiert. Planung durch die Schwester sah genau diese Bauchladenkiste vor. Eine Freundin und ich schlugen etwas anderes vor, weil wir glaubten, sie und ihren Spaß-Geschmack (von früher) zu kennen. Ging nach hinten los (inkl. Geheule von seiten der zukünftigen Braut). Deswegen lass ich sowas in Zukunft gleich sein.
Das ganze Rumgenörgel nach dem Motto "Ich mag aber kein Sushi", "Einheitliche T-Shirts designen ist voll öde" und "Stripperin find ich total daneben" ruft bei mir auch schon Augenrollen hervor: es geht nicht um dich, du Nörgelfutzi. Es geht darum, dass die Braut oder der Bräutigam eine richtig coole Zeit nach ihren oder seinen Vorlieben hat. Kannst du nicht für diesen einen Tag dein Genörgel wegstecken und es dieser Person zuliebe tun? (Wir reden hier nicht von total ekeligen, verletzenden, illegalen Sachen. Das finde ich auch nicht in Ordnung, keine Frage.)
Wenn's wirklich so unerträglich ist: komm nicht. Auch das ist dein gutes Recht und soll nicht verurteilt werden. Wenn jemand Paintball, Diskogeblitze oder Casino wirklich daneben findet und das partout nicht mitmachen möchte, ist das in Ordnung. Dann aber bitte nicht den Planenden, den zukünftigen Eheleuten oder den anderen Teilnehmenden den Spaß verderben.

So, nun habe ich viel rumgemotzt.
Damit's kontruktiv wird, kommen hier JGA-Ideen, die ich bis jetzt selber mitgemacht oder von Freunden gehört habe, auch gerne zum Kombinieren:
- Ferienhaus mieten für ein WE (in Deutschlands Mitte, für kurze Anfahrt)
- Wellness/SPA-WE
- Planwagentour
- Paintball
- Lasertag
- Brunchen (geht immer, gute Grundlage)
- geil essen gehen (Sterne-Restaurant, coole Location raussuchen)
- Mittelalter-Essen mit ganzen Schweinen und Met-Hörnern (auf Burgen und Schlössern z.B.)
- Kurztrip mit dem Flieger (z.B. Mallorca o. Ibiza zum Feiern, Paris zum Shoppen oder Sightseeing...)
- Lipdub
- Erlebnis-Spaß-Wellness-Bad
- StripperIn bestellen
- Kochkurs (z.B. Sushi selber machen oder Bierbraukurs o.ä.)
- Tagesausflug: Freizeitpark, Wandern, Wildwasser-Rafting
- Klettern
- Cocktails selber mixen
- Dildofee-Party (Knaller, sag ich euch!)
- Tupper-, Dessous- oder Beautyparty (die jugendfreie Variante)
- einfach klassisch feiern gehen im Club oder in einer Disko
- Casino (mit Auftakeln und Abendkleid oder Anzug)
- Stretchlimo mieten
- Im Kneipenviertel: Heiratende müssen den Abend bezahlen, können sich durch Aufgaben, gestellt von euch, (vorher eingesammeltes) Geld verdienen. Aufgaben: OHNE den JGA zu erwähnen Handynummer des Barkeepers kriegen, einen Cocktail ausgegeben bekommen, ganz kompliziert Essen bestellen, usw.

Zum Schluss noch eine Anekdote:
Im Bekanntenkreis gab es einen JGA, der mit Polizeibesuch endete.
Kumpels planten eine Art "Entführung" zum JGA und weihten die Zukünftige ein: sie erzählte ihm, dass ihr Onkel aus Asien ihn vor der Hochzeit nochmal sprechen wollte, packte ihn in einen Anzug und brachte ihn zum Busbahnhof. Dort warteten seine Jungs maskiert in 2 Autos und entführten ihn (und dann ab ins Casino). Am nächsten Morgen klingelten Polizisten bei einem der Autofahrer, Passanten hätten eine eventuelle Entführung gemeldet und sein Nummernschild notiert. Er klärte die Sache auf, nannte auch Name und Adresse des Bräutigams und die Sache war aus der Welt geschafft (zum Glück hatten die Polizisten Humor).
Ob die Story, die Polizisten seien noch zum Brautpaar gefahren und hätten sich den Scherz erlaubt, was von einer teuren Einsatzrechnung für so einen Jungenstreich zu erzählen, es dann aufzuklären und alles Gute zur Hochzeit zu wünschen, stimmt, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls wandert diese Legende jetzt durch den Freundeskreis.