Mittwoch, 27. Januar 2016

Der Youtube-Fame-Effekt. So blöd. So schade.

Ich war mal großer Fan der Youtuberin Rosanna Pansino.
Ihr Kanal "Nerdy Nummies" war wirklich cool. Sie, sleber Gamerin und bewandert in vielen nerdigen Disziplinen, hat Kuchen, Kekse und Muffins in nerdige Leckereien verwandelt.

Am Anfang hat sie sich einfach in ihre Küche gestellt und sich beim Backen gefilmt. Es ging was schief, die Kamera hat gewackelt, sie hat auch mal 20 Sekunden lang nix gesagt, sondern einfach nur gemacht, dabei flog Mehl und Zucker durch die Bude.

Mittlerweile nimmt sie scheinbar in einem Studio auf. Das Licht ist perfekt, die Küche strahlend weiß, die Arbeitsfläche kaum eingesaut von Backzutaten. Sie macht immernoch nerdigen Süßkram - und ist selbst dabei leider furchbar aufgesetzt.
Das jeweilige Video wird immer streng zusammen geschnitten, so dass alle "langweiligen" Arbeitsschritte nicht zu sehen sind. Sie hat jetzt feste Handbewegungen, die an bestimmten Stellen des Videos kommen (z.B. "let's mix it all together"). Früher kam das spontan und niedlich rüber. Jetzt wirkt es extrem einstudiert.

Schade.
Übrigens nicht nur ein Effekt, den ich bei ihr festgestellt habe.
Mit der rasant angestiegenen Bedeutung von Youtube und dem Hype und Fame um Youtuber wirken einige Kanäle viel vermarkteter und aufgesetzter.

Klingt jetzt vielleicht voll hipster.mäßig, aber: ich war schon Fan, bevor das alles so gehypt wurde. So.

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Ein altes, mMn sehr sympatisches Video von Ro: Nyan Cat Cake - Nerdy Nummies
Und hier ein neues Video: Instagram Brownies - Nery Nummies



Mittwoch, 11. November 2015

Hört auf zu jammern!

Mal kurz Dampf ablassen im Bezug auf ein Thema: das ewige Gejammere, was von uns Frauen (im Bezug auf Äußerlichkeiten wie Dessous, Figur etc.) erwartet wird oder uns sogar aufgezwungen und diktiert wird. Beschäftigt mich immer häufiger, vor allem, wenn man feministischen Diskussionen im Netz folgt. Deswegen jetzt mal mein Zurück-Gemotze:

1. Ihr habt die Wahl! 
Zieht einfach an, was ihr schön und bequem findet (und meinetwegen fair und nachhaltig)! Macht z.B. unbequem-aber-sexy-Trends bei Unterwäsche nicht mit! (Ist gerade Unterwäsche nicht sowieso eher Mittel zum Zweck beim Intim-Werden? Und wird das nicht trotzdem stattfinden, auch wenn man Schlichtes und Bequemes trägt? Der Partner wird kaum das Gespräch oder sogar den Sex verweigern, geschweige denn die Biege machen, weil ihm nicht genug Push im BH ist oder das Höschen nicht knapp genug. Ziemlich sicher. Fragt ihn.) Entscheidet euch bewusst gegen bestimmte Produkte und kommuniziert das in eurer Reichweite. Zeigt nicht nur meckernd auf die sexistischen Werbekampagnen. Und - Kapitalismus, meine Lieben - solange genug Menschen sexistische, unbequeme, lügende Produkte kaufen, wird kaum ein Konzern diese Sachen aus dem Sortiment nehmen.

2. Der Zwang: wirklich nur für Frauen? 
Von aufgezwängten, scheinbar diktierten Schönheitsidealen sind doch nicht nur Frauen betroffen. Es werden ebenso männliche Körperbilder verbreitet, die nicht der Realität entsprechen. Das Unterwäschemodel, der Coca-Cola-Lieferant, die Magic-Mike-Darsteller, die Parfüm-Werbung-Typen, der entspannte lächelnde saubere Häusle-Bauer: auch Männer werden in der Werbung und im TV überwiegend unrealistisch dargestellt. Jedoch würde kein Mann, den ich kenne, sich unbequeme Klamotten kaufen, nur weil irgendein Adonis von einem Werbeplakat schmalzt. Sehen die gar nicht ein. Merkt ihr was?

3. Das Ideal: nur von Männern diktiert? 
Mir ist es noch nie passiert (auch in meinem Bekanntenkreis nicht), dass ein Mann mir oder einer Freundin gesagt habe, man sei zu dick oder könnte ja auch schlanker sein. Diätkommentare kommen extrem selten vor, und dann am ehesten von Frauen. Ganz großartig auf einem Familienfest damals: die Großtante, die uns Mädchen (Cousine, 9 Jahre, und mir, 13 Jahre) sagte, wenn man eine schmale Taille haben wolle, müsse man sich eben das Stück Sahnetorte verkneifen.

4. Die Nachfrage: wirklich nur von Männern? 
Wieviele Frauen rennen in Filme mit Daniel Craig und Channing Tatum und bewundern deren durchtrainierte Körper in sauteuren gutsitzenden engen Anzügen? Das ist dann witzig. Eine sexuelle Revolution. Emanzipiert. Und eben genauso sexy-schönheits-orientiert wie bei Männern. Gehen Männer jedoch ins Kino, weil sie Angelina Jolie scharf finden oder ist der Fummel irgendeiner Plakatperle heiß, bezeichnet man sie als sexistisch und patriachal.
Zweierlei Maß. Daneben.

Das Fazit:
Es ist mir zuwider, mit zweierlei Maß zu messen und nur jammernd auf andere (wie Unterwäsche-Bewerber) zu zeigen. Wir wissen doch wohl alle, dass die Medienwelt häufig nicht die Realität widerspiegelt, weder die weibliche, noch die männliche.
Wir sind alle in der Lage, zwischen einem bearbeiteten Plakat und einem realen Menschen direkt neben uns zu unterscheiden. Können wir irgendjemandem (Frauen wie Männern) verübeln, sich gerne schöne Menschen (Frauen wie Männer) in Filmen anzusehen?
Jeder für sich kann im Kleinen Konsum- und Schönheitsentscheidungen für sich selbst und sein Leben treffen und sollte offen und respektvoll mit seinem Umfeld über Erwartungen aneinander diskutieren. JETZT bitte. Danke.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Disney zockt ab - deutsche Kinos boykottieren, u.a. Star Wars

Ich bin auf Spiegel Online über einen Artikel gestolpert, der berichtet, dass viele deutsche Kinos Disney-Filme (und somit auch den neuen Star-Wars-Film) boykottieren.

Disney hat wohl heftige Verleihbedingungen, z.B. verlangt der Konzern 53% des Ticketpreises als Miete von den Kinos. Bei solchen Zahlen wundere ich mich auch nicht mehr über Kinoticket-Preise, die gefühlt extrem gestiegen sind in den letzten Jahren.

So sehr ich auch Star-Wars-Fan bin und diesen Film sehnlichst erwarte, ich bewundere die Kinobetreiber, die ihrer Linie treu bleiben und aus sehr verständlichen Gründen ihren Boykott durchziehen.
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SpiegelOnline-Artikel: "Die Macht erwacht nicht überall"

Montag, 19. Oktober 2015

Das mit den Word-Dokumenten...

Ich kriege im Jahr 2015 die Krise, wenn über große Mailverteiler (die z.B das ganze Unternehmen informieren) immernoch Word-Dokumente verschickt werden.

Es existieren mittlerweile wirklich viele Word-Versionen. Andere nutzen auch die open-source-Alternativen wie LibreOffice Writer...
Ursprüngliche Formatierungen und Sonderzeichen kommen entweder gar nicht oder verändert an.
Noch dazu ist es in meinem Kopf sehr unschlau, das originale Firmen-Brief-Layout und Logo in einer bearbeitbaren Datei rumzuschicken, was dann mit Leichtigkeit einfach so abgespeichert und nur der Text verändert werden kann. Gut, man kann natürlich sich auch das Layout bei einer PDF-Datei abgucken. Macht es aber immerhin schwerer.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Hör-Empfehlung: Podcast-Folge über Depression

In einer Folge des WRINT-Podcasts spricht Sven Menke sehr offen über seine Depression.

Das Hören dieses Podcasts hat mir vieles klarer gemacht. Ich denke, dass ich Menschen mit Depressionen dadurchein ein bisschen besser nachvollziehen kann.
Doch wie Sven auch sagt: erst, wenn du diese Krankheit selbst hattest oder hast, kann man vollständig VERSTEHEN, was das bedeutet.

Ein erwähntes Thema sollte sich JEDER zu Herzen nehmen:
"Was macht Erwachsensein aus? Verantwortung für das eigene Leben übernehmen." Jawoll.

Nun wünsche ich mir noch eine Welt, in der mehr Männer häkeln und stricken, so wie Sven.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Webseiten-Tipp: lol my thesis

"Wenn man etwas nicht einfach erklären kann, hat man es nicht verstanden." 
(A. Einstein)
Wenn du es schaffst, deine Doktorarbeit sogar in nur einem Satz zusammenzufassen, schafft deine Diss es vielleicht auf die Webseite lolmythesis.com.
Sehr netter Zeitvertreib bei der Kaffeepause mit anderen Doktoranden.

Unterschätzter Twitter-Account

Ich möchte an dieser Stelle einen sehr wichtigen, aber dennoch kaum gefavten und retweeteten Twitter-Account benennen:

den Twitter-Account der Deutschen Bahn
Abteilung Nahverkehr NRW

Wer auch immer dahinter sitzt, diese Menschen informieren uns Berufspendler live über Verspätungen, Ausfälle und deren Gründe. Beim Schichtwechsel kommt manchmal noch ein Spruch daher...natürlich favt das kaum jemand.
Retweets sind halt auch nicht alles, meine liebe Twitter-Community.